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Brückenbau Schweißdoku Software

Schweißanweisungen, Verfahrensprüfungen und Schweißerqualifikationen digital führen — mit geprüften Pflichtangaben, sichtbarer Deckung, dem Prüfumfang je Naht und Fristen, die nicht in einer Excel-Liste stehen.

BrückenNorm läuft auf StahlNorm.

Vier Säulen der Nachweisführung

Erzeugt statt getippt
Schweißanweisungen (WPS) nach ISO 15609-1 entstehen im geführten Formular aus Werkstoff-, Zusatz- und Prozesskatalog — statt in einer weitergereichten Word-Vorlage.
Geprüft statt behauptet
Beim Freigeben einer im Formular erzeugten WPS prüft ein Guard die Pflichtangaben nach ISO 15609-1:2019 und die Qualifikationsgrundlage. Die Deckung zwischen WPS, Verfahrensprüfung (WPQR) und Schweißerprüfung wird gegen den Geltungsbereich abgeglichen — was nicht bewertbar ist, wird als nicht bewertbar ausgewiesen, nicht durchgewinkt. Übernommene Bestandsdokumente werden als solche geführt.
Aktuell gehalten
Schweißerprüfungen nach ISO 9606-1 führen den Bestätigungs-Takt von sechs Monaten (§9.2) und den Verlängerungsweg nach §9.3. Beides steht als Frist in der Übersicht, nicht in einer Merkliste.
Griffbereit & abgabefertig
Einzelne Nachweise als PDF, das gebündelte Nachweis-Paket als ZIP mit Inhaltsverzeichnis — für den Termin, an dem jemand die Unterlagen zu einem Bauteil sehen will.

Der Termin, für den man dokumentiert

Kommt die Bauüberwachung oder wird die Enddokumentation übergeben, wird nicht nach einer Software gefragt, sondern nach der Akte: Welche Schweißanweisung galt für diese Naht, welche Verfahrensprüfung trägt sie, welcher Schweißer hat sie ausgeführt, war dessen Prüfbescheinigung an dem Tag noch bestätigt — und welche Prüfung war für diese Naht geschuldet.

Diese fünf Fragen sind der ganze Grund, warum Nachweise geführt werden. Die Software hält sie beieinander und macht die Lücke sichtbar, bevor jemand danach fragt.

Über Ausführung, Prüfumfang im Bauvertrag und Abnahme entscheidet die zuständige Stelle. Was die Software leistet, ist die Nachweislage — geführt, geprüft und abrufbar, mit klarer Auskunft darüber, was belegt, offen oder nicht ermittelbar ist.

  • Welche WPS gilt — mit Werkstoff, Prozess, Position und Abmessungsbereich
  • Welche Verfahrensprüfung sie trägt — mit Geltungsbereich
  • Welcher Schweißer sie ausführen darf — Deckungscheck statt Bauchgefühl
  • Ob die Prüfbescheinigung bestätigt ist — Takt und Verlängerungsstand
  • Welche Prüfung geschuldet war — aus Ausführungsklasse und Nahttyp (EN 1090-2 Tab. 24)
  • Welches Werkstoffzeugnis zur Charge gehört — EN 10204
  • Und alles zusammen als PDF oder ZIP

Funktionen im Überblick

Schweißanweisungen (WPS) nach ISO 15609-1
Geführtes Formular mit Werkstoff-, Zusatzwerkstoff- und Gaskatalog. Geführte Lichtbogen-Prozesse: 111, 121, 131, 135, 136, 138 und 141. Ausgabe als WPS-PDF.
Ausführungsklasse als Zuschnitt: EXC1 bis EXC4
Die Ausführungsklasse nach EN 1090-2 ist im WPS-Formular hinterlegt — EXC1 bis EXC4. Für tragende Bauteile von Brücken schreibt die ZTV-ING Teil 4, Abschnitt 1, Nr. 1 (3) die Ausführungsklasse EXC 3 vor, für sonstige Bauteile EXC 2. Bei EXC3 verlangt das Formular die Schweißer-Zuordnung und die ZfP-Angabe.
Prüfumfang je Naht aus Klasse und Nahttyp
Der Prüfplan leitet den ZfP-Umfang aus Ausführungsklasse und Nahttyp nach EN 1090-2:2018+A1:2024 Tab. 24 ab. Lässt sich eine Konstellation nicht auflösen, weist die Software das mit Grund aus, statt eine Zahl zu setzen. Für den ZfP-Umfang an Straßenbrücken der Klasse EXC 3 gilt nach ZTV-ING Teil 4, Abschnitt 1, Nr. 4 (1) Tabelle 4.1.2, für orthotrope Fahrbahnplatten DIN EN 1993-2. Die Software führt die Quote der Tabelle 4.1.2 neben dem Mindestwert aus Tabelle 24 und setzt den höheren der beiden Werte an — das Zusatzregelwerk verschärft, Tabelle 24 bleibt Mindestwert.
Verfahrensprüfungen (WPQR) nach ISO 15614-1
Verfahrensprüfungen mit Geltungsbereich anlegen und den Bezug zur WPS halten. Vorhandene WPQR-Berichte lassen sich erfassen und zuordnen.
Deckungsprüfung WPS ↔ WPQR ↔ Schweißer
Der Deckungscheck vergleicht Prozess, Werkstoffgruppe nach ISO 15608, Blechdickenbereich, Position und Nahtart. Eine Werkstoffangabe, die sich nicht auf eine Gruppe auflösen lässt, führt zu „nicht bewertbar“ — nicht zu einem stillen Treffer.
Schweißerprüfungen nach ISO 9606-1 mit Fristen
Prüfbescheinigungen je Schweißer mit Geltungsbereich, Bestätigungs-Takt (6 Monate, §9.2) und Verlängerungsweg (§9.3 a, b oder c). Aus dem erfassten Weg leitet die Software die Gültigkeit ab — ein Datum bei a und b, „unbefristet“ bei c, „nicht bestimmbar“, solange kein Weg erfasst ist. Ob die drei Bedingungen nach §9.3 c (derselbe Hersteller, Qualitätsprogramm nach ISO 3834-2 oder -3, dokumentierte Nahtqualität) weiter vorliegen, prüft die Software nicht. Für Aluminium ist die Ableitung nach ISO 9606-2 hinterlegt, für Bediener und Einrichter die nach ISO 14732.
Schweißaufsicht nach ISO 14731
Personen- und Qualifikationsregister der Schweißaufsicht mit Aufgaben und Vertretung — als Verzeichnis, das die Zuständigkeit dokumentiert.
Werkstoffzeugnisse nach EN 10204
Prüfbescheinigungen (u. a. 3.1) zu Material und Charge ablegen und der Rückverfolgbarkeit Zeugnis × Charge × Position zuordnen.
Nachweis-Register a bis e für ZTV-ING-Aufträge
Für Aufträge nach ZTV-ING stellt die Software die Nachweislage in fünf Registern a bis e zusammen und zieht sie als Paket mit Inhaltsverzeichnis. Die Register sind die Ordnungsgliederung der Software; die Zusammenstellung nach ZTV-ING Teil 4, Abschnitt 1, Nr. 8 (1) (Stand 2023/12) benennt dort die Buchstaben a bis d. Die Herstellererklärung, die nach Nr. 5 (4) vor Auslieferung von Konstruktionsteilen auf die Baustelle abzugeben ist, bestätigt die Software nicht: sie stellt je Normpunkt fest, ob der Nachweis belegt, offen oder nicht ermittelbar ist, und legt den Stand dem Verantwortlichen zur Unterschrift vor.
Nachweis-Export als PDF und ZIP
Einzelne Dokumente als PDF, das gebündelte Paket als ZIP mit Inhaltsverzeichnis auf Root-Ebene — in der Registergliederung a–e für ZTV-ING-Aufträge oder nach EN 1090.
Mehrere Nutzer, ein Datenstand
Schweißaufsicht, Fertigung und Qualitätswesen arbeiten im selben Bestand. Die Nutzeranzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt, es gibt keine Platzlizenzen.

Häufige Fragen

Was macht die Software im Brückenbau anders als eine allgemeine Schweißdoku?
Fachlich denselben Kern — mit dem Zuschnitt, den die höheren Ausführungsklassen verlangen. Die ZTV-ING verweist für die Ausführung auf EN 1090-2; daraus folgen Prüfumfang und Rückverfolgbarkeit je Naht. Die Bewertungsgruppe setzt die ZTV-ING Teil 4, Abschnitt 1, Nr. 4 (5) selbst: DIN EN ISO 5817 B an tragenden Bauteilen, an untergeordneten genügt C. Genau diese Achsen sind im Prüfplan hinterlegt, einschließlich EXC3 und EXC4.
Lassen sich vorhandene Schweißanweisungen übernehmen?
Ja. Bestehende WPS können angelegt und mit ihrer Verfahrensprüfung verknüpft werden; vorhandene WPQR-Berichte lassen sich erfassen und zuordnen. Für laufende Bauvorhaben gibt es einen Bestandsprojekt-Modus.
Wer arbeitet mit der Software?
In der Regel die Schweißaufsicht nach ISO 14731, unterstützt von Projektleitung, Qualitätswesen und Fertigung. Die Nutzerzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt, damit die Zuständigen im selben Datenstand arbeiten.
Lassen sich Berichte des Prüfdienstleisters einlesen?
Ja. ZfP-Berichte aus fremder Hand lassen sich importieren und gegen den Prüfplan abgleichen, damit Soll und Ist je Naht nebeneinander stehen.
Werden Bauteile und Nähte als eigene Objekte geführt?
Ja. Die Struktur sind Aufträge, Bauteile und Nähte mit den daran hängenden Nachweisen. Positionsnummern aus der Ausführungsplanung lassen sich als Bauteilbezeichnung führen.

BrückenNorm läuft auf StahlNorm.